Herkunft

Jurte in Kirgisien

Kirgisien

Kirgisien ist ein zentralasiatischer Binnenstaat mit 5,5 Millionen Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von 28 Einwohner/qm (Österreich: 101 EW/qm). Das Land, geprägt vom kontinentalen Klima (heiße Sommer und sehr kalte Winter), grenzt im Norden an Kasachstan, im Osten an China, im Westen an Usbekistan und im Süden an Tadschikistan. Kirgisien war Teil der Sowjetunion (Kirgisische SSR) und ist seit 1991 unabhängig. Das kirgisische Volk ist ein Turkvolk und Kirgisisch eine Turksprache.

Fahne Kirgisien

Das heutige Kirgisien ist ein sehr offenes und säkulares Land, das eine stärkere Demokratie anstrebt und zugleich den großen Wert von Kultur und Tradition ihrer nomadischen Vorfahren aufrecht zu erhalten versucht. Hier spielt die traditionelle Filz- und Lederverarbeitung nach wie vor eine große Rolle. Ein kleiner Prozentanteil der Kirgisen lebt noch im Stil der Nomaden, im Sommer ziehen sie ins kirgische Bergland, die Winter werden jedoch vorwiegend in Städten verbracht.

Bild Seidenstraße

Die Seidenstraße

Die Seidenstraße war zwischen 115 v. Chr. und dem 13. Jhdt. n. Chr. ein Netz an Handelsstraßen. Die Hauptroute (mittlere Seidenstrasse) verband das Mittelmeer auf dem Landweg mit Ostasien. Auf der Seidenstraße verkehrten Kaufleute, Gelehrte und Soldatenheere, somit wurden Ideen, Religionen und ganze Kulturen von Ost nach West und umgekehrt gebracht. Kirgisien liegt an der Hauptroute der Seidenstrasse und die Stadt Osh (Südwest-Kirgisien) war eine bedeutende Handelsmetropole auf der Strecke zwischen dem Iran, Indien und China.